WENN DIESE WÄNDE SPRECHEN KÖNNTEN

Erfahren Sie mehr über Torontos reiche Musikgeschichte. Lesen Sie weiter, um mehr Insider-Details über die kultigen Konzerthallen der Stadt zu erfahren.

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RIHANNA @ THE DANFORTH MUSIC HALL

THE DANFORTH MUSIC HALL

Dieses ehemalige Kino wurde 1919 gebaut, in den späten 70er Jahren zu einem Konzerthaus umgebaut und 2011 durch eine Renovierung wieder zum Leben erweckt. Hierher brachte Rihanna ihre 777 Tour und gab ein streng geheimes kostenloses Konzert für ihre Fans im Jahr 2012. Hier probierten auch einheimische Idole wie Alessia Cara und Justin Bieber ihr neues Material aus. Neben dem Star-Aufgebot ist das Beste an der D-Hall der schräge Boden, ein architektonisches Merkmal, das allen Menschen im Publikum Instagram-bereite Sicht ermöglicht.

THE ORBIT ROOM

Dieser intime Treffpunkt in Little Italy gehört dem Rush-Gitarristen Alex Lifeson und hat Künstler wie Drake, The Rolling Stones, Radiohead, Fred Schneider von The B-52’s und die James Brown’s Band empfangen. Ricky Tillo (Lady Gagas Gitarrist), Drake and The Weeknd treten hier auf, wann immer sie können. Der Reiz des Orbit Rooms ist sein Status bei den Musikern selbst: Juno-Gewinnerin Ivana Santilli nennt ihn ein zweites Zuhause für einige der besten Künstler in Kanada und ein Ort, der gleichzeitig Komfort, Versteck und Feiermöglichkeiten bietet, sowie eine Konzerthalle, die Musiker nutzen, um auf Trab zu bleiben.

The Rivoli

RIVOLI

Im legendären Rivoli auf der Queen West Street gaben einst die kanadischen Ikonen Blue Rodeo im Jahr 1985 ihr Debüt. Hier spielte Dave Grohl mit Iggy Pop, und Bands von Adele bis Feist (die hier als Bedienung arbeitete) haben hier Ihren Sound perfektioniert. Folksängerin Martha Wainwright beschreibt diesen Ort als so intim, dass man sich fühlt, als wäre man im Wohnzimmer von jemandem, mit der Ausnahme, dass man das Bier bezahlen müsse.

MASSEY HALL

MASSEY HALL

Diese 122 Jahre alte, ganz in der Nähe der belebten Yonge Street gelegene Konzerthalle ist ein Wahrzeichen Torontos und steckt gerade mitten in einer ehrgeizigen, sieben Jahre andauernden und $135 Millionen teuren Renovierung. Die Akustik und das Art Deco in dieser Halle machen Musiker nostalgisch. Während eines Konzerts im Jahr 2014 flehte Neil Young das Publikum an: Ändert diese Konzerthalle nicht. Beruhigenderweise ist das Motto dieses Renovierungsprojekts: Nichts ändern, aber alles verbessern.

Wer will schon eine Konzerthalle verändern, die über eine so tolle Akustik verfügt, dass sie für eine Jam-Session ausgewählt wurde, die als bestes Jazzkonzert überhaupt bekannt wurde? Der Auftritt 1953 war das einzige Mal, dass die größten modernen Jazzmusiker – Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Bud Powell, Charles Mingus and Max Roach – jemals zusammen für eine Live-Aufnahme auf der Bühne standen, die heutzutage als eins der wichtigsten Jazz-Alben aller Zeiten gesehen wird.

THE CAMERON HOUSE

THE CAMERON HOUSE

Das Cameron House ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1981 als Hauptquartier für aufstrebende Songschreiber bekannt. Leute wie Molly Johnson, Jane Siberry and the Leslie Spit Treeo haben hier ihre Karriere begonnen, genauso wie Ron Sexsmith und the Barenaked Ladies. Jim Cuddy von Blue Rodeo sagte über dieses legendäre Lokal auf der Queen West Street, dass es sich wie ein Vorsingen für die Szene anfühle. Wenn man im Cameron gemocht wurde, könne man mit Selbstvertrauen auch an anderen Orten in Toronto auftreten.

BUDWEISER-BÜHNE

Seit 50 Jahren genießen die Einwohner Torontos hier die Musik, auf den Wiesen am Seeufer sitzend. Bryan Adams ist hier bei der großen Eröffnung nach einer umfassenden Renovierung 1995 aufgetreten und die großen Namen kommen seitdem hierher. Die idyllische Lage direkt am Lake Ontario mit Grashügeln um die Sitzbänke herum macht diese Bühne zu einem beliebten Ort im Sommer. In den letzten Jahren trat hier eine schwindelerregende Mischung an Künstlern auf, darunter Selena Gomez, die Beach Boys, die Black Keys, Peter Gabriel und One Direction. Auch Drakes jährliche Heimkehrer-Party, OVO Fest, findet hier statt.

LEE’S PALACE

LEE’S PALACE

Lee’s Palace, der Ort, an dem 90er Rockbands wie Nirvana, Smashing Pumpkins und Oasis ihr kanadisches Debüt gaben, ist bekannt als der schmutzigste und unkonventionellste Live-Musik-Club der Stadt und man ist stolz darauf. Aber laut DJ, Musikproduzentin und Fotografin Violca Yryku ist das Mekka für alternativen Rock mehr als ein gefeiertes Rattenloch, es ist auch ein LGBTQ-Kulturzentrum. Sie sagt, als Künstler und Aktivist Will Munro anfing, Events wie Vazaleen hier zu veranstalten, begannen sich im Lee’s so viele verschiedene kulturelle Kreise zu vereinen. Leute, die queer, hetero, trans oder im Zweifel sind, finden hier seit Jahren zu ihrer Identität. Peaches, The Hidden Cameras und Kevin Drew von Broken Social Scene (der sein Video für „Lucky Ones“ hier gedreht hat) treten regelmäßig im Lee’s auf.

HORSESHOE TAVERN

Fans von The Tragically Hip wissen, dass dies die Bar in deren heißgeliebtem Song „Bobcaygeon“ ist. Der Text „That night in Toronto / With its checkerboard floors“ ist ein direktes Verneigen vor diesem mythischen Konzertsaal, wo The Hip ihre schwermütigen, überschwänglichen und poetischen Lieder in den späten 80er und frühen 90er Jahren spielten. Das Horseshoe ist bekannt für seine Vielseitigkeit und einer der einzigen Orte in Toronto, wo man ein spontanes Pixie-Konzert, eine brandneue Band, die ihre Songs ausprobiert, oder den kanadischen Liebling Joel Plaskett an sechs Abenden hintereinander hören kann, sagt Musikfotografin und Dokumentaristin Vanessa Heins.