Warum ich Toronto liebe? Sechs Gründe…

I love Toronto – und damit stehe ich nicht alleine da. Einheimische wie Immigranten sind sich einig, in einer der besten Städte der Welt zu leben. Toronto macht es einem einfach mit dem Verlieben: Das liegt an der Freundlichkeit der Leute, den grandiosen Sommermonaten und einem breiten Freizeitangebot, das permanentes FOMO garantiert. Auch Medien wie der Economist küren Toronto jährlich zu einer der lebenswertesten Metropolen der Welt. Jeder hat seine eigene Love-Liste. Meine Top-Gründe?

1. Langeweile? Pfffff…

Der Vergleich zu New York ist längst überholt und ziemlich dröge. Toronto hat eine eigenständige Kultur-, Musik-, Fashion- und Kunstszene, die so schnell wächst wie die Millionenmetropole selbst. Das Konzept Langeweile hat durch Museen wie dem ROM, der Szene auf Ossington, Filmfesten, Konzerten und einer sich ständig vergrößernden Gastro-Welt keine fünf Minuten eine Chance.

Dark and stormy #ROM 🌧 . @graysonmiller

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2. Bunt, bunter, Toronto

Die Graffiti-Alley unterhalb von Queen Street ist eine Sache – dort verschönern knallige und skurrile Murals sonst langweilige Garagentüren. Was Toronto aber wirklich prägt, ist die Vielfalt seiner Bewohner, die aus allen Ecken der Erde zugewandert sind. Der Multikulti-Charakter ist nicht nur in den Neighborhoods wie Chinatown oder Little Portugal spürbar, sondern formt das Stadtbild generell zum herrlich bunten Kulturenmix. Der leckere Nebeneffekt: Man kann sich um die Welt futtern. Von himalajisch über koreanisch bis zu senegalesisch, es gibt kaum etwas, das es nicht gibt.

3. Der See, der wie ein Meer wirkt

Ja, es gibt Strände in Toronto. Mit Sand. Und Rettungsschwimmern. Und allem, was sonst zu einem Tag am Meer gehört – mit dem kleinen Unterschied, dass man eben am See sitzt. Der Lake Ontario ist flächenmässig ungefähr so groß wie das Bundesland Rheinland-Pfalz und ist im Süden der Stadt allgegenwärtig. Im Sommer spielt sich dann auch alles am Ufer, im Wasser oder auf den Islands ab…von Stand-Up-Paddling über Kajaken bis zu Rudern. Und im Winter? Es gibt Jahre, an denen der See gefroren ist und die Torontonians ihre Schlittschuhe auf dem Ontario ausprobieren.

4. Man läuft – oder radelt.

Klar, man kann theoretisch immer die TTC nehmen – die öffentlichen Verkehrsmittel mit Straßenbahn oder Metro. Praktisch ist Laufen oder Radfahren aber viel besser und oft auch schneller. Die Radwege am See entlang sind besonders schön, aber selbst auf den Hauptachsen geht es gut voran. Und allem bekommt man so besser mit, was in den Nachbarschaften gerade passiert.

5. Dünner Kaffee, wässriges Bier, labberige Brötchen? Nope!

Wer denkt, nordamerikanische Großstädte bekommen das mit dem Brauen und Backen nicht auf die Reihe, hat sich geschnitten. Die Dichte an guten Coffee-Shops, Bäckereien und Micro Breweries ist in Toronto so breit wie in Deutschland die Kumulation von Handy-Läden oder Friseuren. Wer erst mal im Darkhorse oder dem Red Rooster Café seinen Americano bestellt oder in der Bellwoods Brewery die Bierauswahl durchprobiert hat, wird Toronto für sein Gebräu lieben.

6. We are The6

Man kann Drake lieben oder auch nicht, seine Musik mögen oder es lassen: Fakt ist, dass der Rapper seiner Heimatstadt mit “The6” ein Label verpasst hat, das wie ein heißer LA-Club klingt und sich herrlich – mit oder ohne # – in so ziemlich jeden Satz einbauen lässt. Ein cool klingender Slogan hat noch keiner Metropole geschadet. Ansonsten setzt sich der Raptors-Slogan „We The North“ beständig durch.

#WeWantCleveland

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