Musik auf die Ohren! Torontos Konzerthallen

Lust auf Klassik und große Konzerte? Toronto hat so ziemlich für jeden Musikgeschmack ein eigenes Venue – elegant, lässig oder cool. Und der Frühling wird musikalisch bunt, ob mit Max Raabe, Taylor Swift oder dem Toronto Symphony Orchestra. Die Konzerthallen der Metropole auf einen Blick.

Roy Thomson Hall

Torontos bekannteste Konzerthalle sitzt direkt unter dem CN Tower – Panoramashots sind also garantiert. Mitten in der Innenstadt kann man von der Roy Thomson Hall direkt nach dem Konzert Torontos Barszene erkunden. Das runde Gebäude der kanadischen Architekten Arthur Erickson und Mathers und Haldenby wurde 1982 eröffnet und besteht aus einer schrägen und bläulich schimmernden Glasfassade. Die Halle hat Platz für 2.630 Gäste, verfügt über eine Orgel des kanadischen Orgelbauers Gabriel Kney aus London, Ontario und ist die Heimat des Symphony Orchestra und des Toronto Mendelssohn Choirs. Neben Konzerten finden hier beim jährlichen Internationalen Filmfestival von Toronto täglich Gala-Vorführungen statt. Und: Der Gewinnerfilm des People’s Choice Award wird hier zum TIFF-Abschluss gezeigt. Roy Thomson Hall, 60 Simcoe Street

Goal 🎤

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Massey Hall

Begonnen hat alles mit einer Idee von Hart Massey. Der Torontonier wollte eine Musikhalle als säkularen Treffpunkt bauen, in dem Reiche und Arme Chormusik und Konzerte hören konnten. Geldverdienen wollte er damit nicht. Entworfen von Architekt Sidney Badgley, wurde Massey Hall im Jahr 1894 eröffnet. Unter anderem standen hier schon Bob Marley, Neil Young und Justin Bieber auf der Bühne. Bis 1982 die Roy Thomson Hall eröffnet wurde, waren die Massey Hall und das intimere Eaton Auditorium die einzigen großen Konzerthallen in Toronto. Bald steht eine mehrjährige Renovierung an – wer also die historische Musikhalle erleben will, sollte sich beeilen. Massey Hall, 178 Victoria Street

The Royal Conservatory

Das Royal Conservatory beherbergt gleich drei Konzertsäle, darunter die Koerner Hall, einem der schönsten und akustisch imposantesten Konzertsäle Nordamerikas. Hier treten Jazz-, Klassik-, Roots-Künstler aus aller Welt auf, darunter auch der Berliner Musiker Max Raabe, der am 18. April mit seinem Palastorchester nach Toronto kommt. Mit 1.135 Sitzplätzen, seiner hohen Decke und den großen Glashallen am Eingang ist es herrlich imposant und trotzdem nicht überwältigend. Im Mai stehen Konzerte mit Musikern wie Jordi Savall & Carlos Nunez & Friends (10.5.), dem Kronos Quartet mit Jherek Bischoff (23.5.) sowie Katia und Marielle Labèque (27.5.) auf dem Programm. TELUS Centre for Performance and Learning, 273 Bloor Street West

Sonic Centre of Performing Arts

1960 als O´Keefe Centre eröffnet, ist das Sony Center for the Performing Arts heute nach einem 30-MillioDollar-Umbau- und Restaurierungsprozess eines der mordersten Kulturhäuser der Metropole. Das von Peter Dickinson entworfene Sony Center ist schon von Außen ein markantes Gebäude. Auf vier Stockwerken verbindet sich Stahl, Glas und Beton zu einem beeindruckenden Architekturwerk – vor allem die auf den ersten Blick scheinbar frei schwebenden Treppen sind ein vielfotografiertes Meisterwerk. Aber der eigentliche Clou liegt in der Akustik. Die Struktur des Auditoriums ist ein ausgeklügeltes System, das dem Publikum das Gefühl gibt, vom Klang umgeben zu sein. Neben Klassik steht auch viel Rock, Pop und Tanz auf dem Programm: Am 27.4. beispielsweise ist Camila Cabello mit ihrer „Never Be The Same Tour“ im Sonic Centre, am 30. Mai sind die Decemberists zu Gast. Und ein coolre Bonus: Das Public Programm bietet Tanzklassen und kostenlose Yoga-Sessions in der Mittagspause an. Sonic Centre, 1 Front Street East